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Aktuelle Themen

 Thema 1: Weiterbildungsmotivation und freiwillige Teilnahme an beruflicher Weiterbildung

Hintergrund

Dieses Projekt befindet sich an einer Schnittstelle zwischen pädagogischer und psychologischer Forschung. In beiden Bereichen wird versucht, die Weiterbildungsaktivität von Erwachsenen sowie entsprechende Motive und Blockaden zu  verstehen und zu beschreiben. Meist handelt es sich dabei aber um Einzelaspekte und eine tiefere theoretische Fundierung fehlt. Basierend auf der Theorie des geplanten Verhaltens, wurde ein Modell entwickelt, um folgende Fragen zu beantworten:

  1. Aus welchen Gründen beteiligen sich Personen an freiwilliger beruflicher Weiterbildung
  1. Gibt es eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur?
  2. Welche Rolle spielen Kontextfaktoren?
  3. Was sind hinderliche und förderliche Faktoren?

2. Welche Besonderheiten zeigen sich in der Weiterbildungsaktivität bei Wissenschaftlern?

Mögliche Forschungsprojekte

  • Überprüfung des Modells im wirtschaftlichen Kontext
  • (Experimentelle) Überprüfung von Teilaspekten aus dem Modell, z.B.
    • Welchen Einfluss haben soziale Normen auf die Weiterbildungsaktivität einer Person bzw. unter welchen Umständen werden sie berücksichtigt?
    • Wann erleben Personen einen „Bedarf an Weiterbildung“ bzw. ein Defizit hinsichtlich einer Fähigkeit und unter welchen Umständen führt diese Wahrnehmung zur aktiven Teilnahme an einem Training?

Ansprechpartnerin

Dipl.-Psych. Alexandra Nikitopoulos, Tel.: 089-2180-9741, nikitopoulos@psy.lmu.de

 


 

Thema 2: Trainingsinterventionen, Weiterbildungsmotivation und Lernen

Hintergrund

Weiterbildungsmotivation ist nicht entscheidend für die Frage, ob sich eine Person für Weiterbildung interessiert und sich zu einem Training anmeldet, sondern diese spezielle Motivation gilt auch als Schlüsselvariable für die Effektivität und Wirksamkeit von Trainings. Innerhalb dieses Rahmens gibt es einige Überlegungen, wie die Motivation der Teilnehmer gezielt in den Trainingsablauf integriert und auch während des Trainings hoch gehalten werden kann. Der wahrgenommene Nutzen des Trainings, Learning Goal Orientation und Transferoptimismus könnten hier als beispielsweise als Variablen untersucht werden.

Mögliche Forschungsprojekte

  • Einfluss von wahrgenommenem Trainingsbedarf auf Motivation und Lernen (Feldstudie + Experiment)
  • „relapse prevention“ als Transferintervention und die Auswirkungen auf Motivation und Lernen
  • weitere Ideen

Ansprechpartnerin

Dipl.-Psych. Alexandra Nikitopoulos, Tel.: 089-2180-9741, nikitopoulos@psy.lmu.de

 


 

Thema 3: Shared Leadership – Charakterisierung, Messung und Konsequenzen geteilter Führung

Die Führungsforschung hat in den letzten Jahrzehnten verstärkt Konzepte der hierarchischen Mitarbeiterführung fokussiert (z.B. transformationale Führung, authentische Führung, ethische Führung). Diesen Konzepten ist gemeinsam, dass sie von einer Führungskraft ausgehen, die einen bedeutsamen Einfluss durch Interaktion mit ihren Mitarbeiter(innen) ausübt (z.B. Ziele setzen, motivieren, Feedback geben).

Angesichts zunehmender Komplexität und Einflussnahme von Mitarbeiter(innen) in der heutigen Arbeitswelt erscheinen solche hierarchischen Konzepte die Führungs- und Zusammenarbeitspraxis in Unternehmen jedoch nur unzureichend abzubilden. Das Konzept der geteilten Führung („Shared Leadership“) wurde daher eingeführt, um komplexere Prozesse der wechselseitigen Einflussnahme in Teams zu beschreiben. Geteilte Führung wird nach Pearce und Craig (2003) definiert als dynamischer, interaktiver Einflussprozess zwischen Individuen in Gruppen, dessen Ziel es ist, sich wechselseitig zur Zielerreichung zu führen. Statt die Entscheidungskompetenzen einer einzelnen Person in der Gruppe zuzuordnen, haben alle Gruppenmitglieder gleichermaßen Einfluss auf die Aktivitäten in der Gruppe.

Mögliche Forschungsprojekte im Rahmen einer Abschlussarbeit:

Das Konzept der geteilten Führung wurde in ersten Studien empirisch überprüft, lässt jedoch noch großen Spielraum zur weiteren wissenschaftlichen Analyse:

1. Welche Charakteristika differenzieren „Shared Leadership“ von anderen Führungstheorien?

  • Beispiel: Interviewstudie in Arbeitsteams die eine geteilte Führungsstruktur aufweisen

2. Wie kann „Shared Leadership“ gemessen werden?

  • Beispiel: Entwicklung eines quantitativen Messinstruments zur Erfassung wesentlicher Dimensionen der geteilten Führung

3. Welche positiven und negativen Konsequenzen resultieren aus „Shared Leadership“ im Vergleich zu hierarchischer Führung?

  • Beispiel: Laborexperiment zum Einfluss von geteilter Führung auf die Wahrnehmung von Job Engagement und Burnout
  • Beispiel: Laborexperiment zur Analyse des Einflusses von Moderatorvariablen auf die Wirkung von geteilter Führung
  • Beispiel: Fragebogenstudie in Unternehmen mit unterschiedlichen Gruppenstrukturen (z.B. Expertenteams in der Wissenschaft)

Ansprechpartnerin

Dr. Susanne Braun, Tel.: 089-2180-9778, sbraun@psy.lmu.de

 


 

Thema 4: Frauen in Führungspositionen

Die Förderung des Frauenanteils in Führungspositionen ist seit längerer Zeit ein wichtiges Anliegen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, zu dessen Zweck zahlreiche Forschungsprogramme und Interventionsstrategien auf nationaler und europäischer Ebene ins Leben gerufen wurden. Aus bisherigen Arbeiten konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, jedoch sind Frauen in Führungspositionen im Vergleich zu Männern noch immer deutlich unterrepräsentiert. In Abschlussarbeiten zu diesem Thema soll es um mögliche Gründe für diese Ungleichverteilung und verwandte Fragestellungen gehen

Mögliche Forschungsprojekte im Rahmen einer Abschlussarbeit:

1. Wie wirkt sich die unterschiedliche Gestaltung von Stellenanzeigen auf die Motivation von Frauen und Männern aus, sich auf diese Stellen zu bewerben?

  • Beispiel: Laborexperiment mit unterschiedlich gestalteten Stellenanzeigen

2. Wie können Vorurteile und Stereotype über Frauen in Führungspositionen abgebaut werden?

  • Beispiel: Interventionsstudie (mit Kontrollgruppe)

3. Wie wirken sich Attraktivität oder Kommunikationsstil von Frauen und Männern auf Ihre Einstellungschancen für Führungspositionen aus?

  • Beispiel: Laborexperiment zum Einfluss von Attraktivität auf die Bewertung eines Bewerbers/ einer Bewerberin
  • Beispiel: Videoexperiment mit Bewerbern und Bewerberinnen mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen

4. Welche wichtigen Ergebnisse kann man aus der Literatur zu Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren ableiten?

  • Beispiel: Literaturstudium und Aufbereitung wichtiger Forschungsergebnisse (ohne Datenerhebung)

Ansprechpartnerin

Dr. Susanne Braun, Tel.: 089-2180-9778, sbraun@psy.lmu.de

 


 

Thema 5: Effektivität und Messung von Ethischer Führung

Hintergrund

Gerade in Krisenzeiten wie der Finanz- und Wirtschaftkrise haben Überlegungen zu Vertrauen und Moral in der Arbeitswelt an Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang wird aktuell in der Führungsforschung verstärkt auf das Konzept der ethischen Führung fokussiert. Ethische Führungskräfte richten ihre Entscheidungen und ihr Handeln an moralischen Maßstäben und Werten wie Achtung der Menschenwürde, Wertschätzung des Gegenübers, Fairness, Vertrauen und Ehrlichkeit aus.

Bei der Definition und Messung von ethischer Führung existiert allerdings in der Führungsforschung Uneinigkeit und die unterschiedlichen vorhandenen Messinstrumente weisen oftmals Schwachstellen auf. Yukl et al. (2011) entwickelten daher einen neuen Fragebogen um die wesentlichen Aspekte ethischer Führung unabhängig von anderen verwandten Führungsstilen zu entwickeln.

Forschungsprojekt

Das Ziel der Abschlussarbeit (Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit) ist einerseits die Untersuchung der Effektivität von ethischer Führung und andererseits die Validierung einer deutschen Adaptation des Ethical Leadership Questionnaire an einer deutschen Unternehmensstichprobe. D.h. es gilt zu überprüfen, ob die deutsche Übersetzung des Messinstruments auch bei einer deutschen Stichprobe Gültigkeit besitzt und welche Auswirkungen ethische Führung auf unterschiedliche Outcomes (z.B. Vertrauen in die Führungskraft und Arbeitszufriedenheit) hat.

Zeitraum: ab sofort

Ansprechpartnerin:

Dipl.-Psych. Katharina Hörner, Tel. 089 / 2180-9785, katharina.hoerner@psy.lmu.de

 


 

Thema 6: Kann man Fairness und Führung trainieren? - Identifikation von Erfolgsfaktoren (Bachelorarbeit)

Inhalt:

Diese Bachelorarbeit hat zum Ziel, in der Literatur wissenschaftlich evaluierte Führungs- und Fairnesstrainings zu recherchieren, die Effektstärken zu ermitteln und wesentliche Erfolgsfaktoren für dieser Art von Trainings zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser spannenden Literaturarbeit fließen u.a. in die Gestaltung von späteren Trainings und Trainingsevaluationen an der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement ein.

Zeitraum: ab sofort

Anmerkung:

Die Betreuung erfolgt an der TUM, dennoch richtet sich diese Ausschreibung auch ausdrücklich an StudentInnen der LMU.

Ansprechpartnerin:

Dr. Jennifer L. Sparr, TUM School of Management, Research and Science Management, jennifer.sparr@tum.de

 


 

Thema 7: Diskrepanzen zwischen erwartetem und erhaltenem Feedback: die Rolle des Feedbackempfängers (Masterarbeit)

Inhalt:

In dieser Masterarbeit soll ein Laborexperiment durchgeführt werden, das der Frage nachgeht, wie Empfänger von Leistungsfeedback damit umgehen, wenn das Feedback nicht ihren Erwartungen entspricht. Insbesondere soll die Rolle von aktiver Feedbacksuche vs. Feedbackinterventionen untersucht werden. Die Masterarbeit knüpft an eine bereits durchgeführte Policy Capturing Studie an und soll die dort gewonnen Erkenntnisse vertiefen. Sie wird Ausgangspunkt für weitere Forschungsarbeiten im dem wichtigen Bereich des Leistungsfeedbacks sein.

Zeitraum: ab sofort

Anmerkung:

Die Betreuung erfolgt an der TUM, dennoch richtet sich diese Ausschreibung auch ausdrücklich an StudentInnen der LMU.

Ansprechpartnerin:

Dr. Jennifer L. Sparr, TUM School of Management, Research and Science Management, jennifer.sparr@tum.de

 

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